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Das dunkelgrüne „Gold“ der Steiermark – hierzulande nicht wegzudenken von einem guten Salat.

Antwort: Kürbiskernöl

Kürbiskernöl (kurz einfach Kernöl genannt) ist ein aus den gerösteten Kernen des steirischen Ölkürbisses hergestelltes Pflanzenöl. Aufgrund seiner dunkelgrün schimmernden Farbe wird es als „schwarzes Gold“ der Steiermark bezeichnet. Es eignet sich vor allem als Salatöl, ist aber auch für andere kalte und warme Vor-, Haupt- und Nachspeisen verwendbar.

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Kurbiskernol]


Weltweit ist dieser Nachname ein Inbegriff für Österreich, aber auch in der deutschen Stadt Augsburg scheint er sieben Mal im Telefonbuch auf.

Antwort: Mozart

Augsburg gehört neben Salzburg und Wien zu den drei Städten, die sich „Mozartstadt“ nennen. Die „vatterstadt meines papa“ nannte sie Wolfgang Amadé. Sein Vater Leopold Mozart wurde in Augsburg geboren und Wolfgang Amadé kam zwischen 1763 und 1790 fünfmal hierher: als Verwandter, als Musiker oder als „Tourist“. Heute verzeichnet das Augsburger Telefonbuch sieben Mozarts. Die letzte direkte Verwandte, Caroline Jakobine Grau, geborene Mozart, starb 1965.

[Vgl. http://www.regio-augsburg.de/wwwmozart/home.html]


Anderer Name für Österreich, der damit zusammenhängt, dass sich die höchste Gebirgskette im Inneren Europas über rund 60 % des Landes erstreckt.

Antwort: Alpenrepublik

Über 60 Prozent des österreichischen Staatsgebietes fallen in die Region der Alpen. Das Alpenvorland beginnt mit dem Wienerwald, setzt sich nach Westen hin mit Hügellandschaften und Mittelgebirgslagen fort, um dann in den westlichen Bundesländern Hochgebirgsregionen zu erreichen. Höchster Berg des österreichischen Abschnitts der Alpen ist der Großglockner (3798 m).

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Osterreich]


Um die ihm eigene Art des Schreibens und Vortragens zu beschreiben, machten er selbst und die Kenner seiner Dichtung seinen Familiennamen zum Verb.

Antwort: Ernst Jandl

Ernst Jandl (1925-2000) war Sprachspieler, Wortexperimentator und als solcher Hauptvertreter der „Konkreten Poesie“. Die große Sprachkunst, die er ausgehend vom Dadaismus und Expressionismus entwickelte, wird oft nur kurz „jandln“ genannt.

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Hörbeispiel:


schtzngrmm

schtzngrmm
schtzngrmm
t-t-t-t
t-t-t-t
grrrmmmmm
t-t-t-t
s------c------h
tzngrmm
tzngrmm
tzngrmm
grrrmmmmm
schtzn
schtzn
t-t-t-t
t-t-t-t
schtzngrmm
schtzngrmm
tssssssssssssssssssss
grrt
grrrrrt
grrrrrrrrrt
scht
scht
t-t-t-t-t-t-t-t-t-t
scht
tzngrmm
tzngrmm
t-t-t-t-t-t-t-t-t-t
scht
scht
scht
scht
scht
grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr
t-tt

[Vgl. http://www.randomhouse.de/dynamicspecials/jandl/archiv_sound.html]


Hier kann man vor allem Tabakwaren kaufen, aber auch Zeitungen und Zeitschriften, Post- und Ansichtskarten, Briefmarken, Schreibwaren sowie Parkscheine und Fahrscheine für öffentliche Verkehrsmittel in den Städten. Der Name dieser Verkaufsstelle geht auf das italienische Wort für „Handel“ zurück.

Antwort: Trafik

Das Wort „Trafik“ (Betonung auf der letzten Silbe!) ist eine Kurzform von „Tabaktrafik“, der Inhaber eine Trafik heißt „Trafikant“ – ein Begriff, der bereits in einem Handschreiben Kaiser Josephs II. vom 10. April 1784 an seinen Kanzler auftaucht. Nur eine Trafik darf in Österreich Tabakwaren zum regulären Preis verkaufen. Meist werden auch Glückslose angeboten und Lotto- und Totoscheine entgegengenommen.

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaktrafik, Sedlaczek R. (2004): Das osterreichische Deutsch. Wien: Ueberreuter, S. 396]


Wenn sie nicht im Gymnasium, im Internat oder in einer Chorprobe sind, geben sie vermutlich gerade ein Konzert in Amerika, Australien, Asien, Afrika, vielleicht aber auch irgendwo „um die Ecke“ in Europa. Wie heißt dieser weltberühmte Chor?

Antwort: Wiener Sängerknaben

Die Wiener Sängerknaben gelten als eine der wichtigsten kulturellen Institutionen Österreichs und sind – von Politikern gern als „jüngste Botschafter“ bezeichnet – ein Aushängeschild des Landes in der Welt. Sie berufen sich auf die Tradition der Hofsängerknaben, deren ursprüngliche Aufgabe die Gestaltung der Heiligen Messe war. Heute gibt es rund 100 aktive Sängerknaben, die auf vier Chöre aufgeteilt sind. Die Chöre sind nach den Komponisten Bruckner, Haydn, Mozart und Schubert benannt, nach außen treten sie jedoch immer als die „Wiener Sängerknaben“ auf. Seit 1948 dient ihnen das Palais Augarten als Internat und Übungsstätte. Unverkennbar sind die Knaben durch ihren Matrosenanzug.

[Vgl. http://www.wsk.at]


Ein gefälschtes Dokument, das alte österreichische Vorrechte nachweisen und die Selbständigkeit Österreichs sichern sollte. Sein Auftraggeber ist jedoch nicht als Fälscher, sondern als Stifter in die Geschichte eingegangen.

Antwort: Privilegium maius

Das Privilegium maius (Großer Freiheitsbrief) von 1358/59 wurde von Herzog Rudolf IV. in Auftrag gegeben und ist eine gefälschte Version des Privilegium minus (1156). In insgesamt fünf Urkunden wurden den österreichischen Stammlanden der Habsburger umfangreiche Rechte, ähnlich denen der Kurfürstentümer, zugestanden: Lehensempfang im eigenen Land, Herrschaftssymbole (Zinkenkrone und Zepter), Gerichtsbarkeit ohne Appellationsmöglichkeit an den Kaiser, Erbfolge im Sinne der Primogenitur und in weiblicher Linie, Unteilbarkeit der Länder. Österreich wurde zum Erzherzogtum erklärt. Kaiser Karl VI. verweigerte auf Rat von Petrarca die Bestätigung, Friedrich III. erteilte sie 1442 als König und 1453 als Kaiser. Auch Rudolf II. 1599 und Karl VI. 1729 bestätigten das Privilegium maius. Mit der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation verlor es seine Bedeutung.

[Vgl. http://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Privilegium_maius]


Kurz vor Entstehung dieses Fotos sprach der damalige österreichische Außenminister einen berühmten und viel zitierten Satz. Wie lautet er?

Österreich ist frei

Antwort: Österreich ist frei

Diese wohl bekanntesten drei Worte Leopold Figls nach der lang ersehnten Unterzeichnung des Staatsvertrags waren der Startschuss für eine unabhängige Zweite Republik.
Foto: Außenminister Leopold Figl zeigt am 15.5.1955 den unterzeichneten Staatsvertrag vom Balkon des Schlosses Belvedere in Wien, neben ihm die Außenminister der Signatarmächte W.M. Molotow (UdSSR), J.F. Dulles (USA), H. Macmillan (Großbritannien) und A. Pinay (Frankreich)

[Vgl. http://www.austria-lexikon.at/af/AEIOU/Staatsvertrag]


Sie war klug, geschickt und äußerst effektiv – ihr ist es zu verdanken, dass sich der Landbesitz der Habsburger vergrößerte und deren Einflussgebiet ausdehnte. Nicht umsonst wurde „Bella gerant alii, tu felix Austria nube“ zu einem Leitspruch.

Antwort: Heiratspolitik

„Bella gerant alii, tu felix Austria nube!“ (lat. „Kriege mögen andere führen, du, glückliches Österreich, heirate!“) wurde erstmals und vor allem unter Maximilian I. zum Motto der weit verzweigten und wirksamen Heiratspolitik der Habsburger. Durch günstige Eheschließungen stieg das Haus Österreich zur europäischen Hegemonialmacht auf.

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Heiratspolitik_der_Habsburger]


Er war mit großer Wahrscheinlichkeit Viehhüter oder Schafhirt und starb einen gewaltsamen Tod: Zunächst wurde er von einem Pfeil getroffen, dann bekam er einen Schlag auf den Kopf - und das vor über 5000 Jahren!

Antwort: Ötzi

Ötzi ist eine etwa 5300 Jahre alte Gletschermumie, die 1991 im Grenzgebiet zwischen Österreich und Italien in den Ötztaler Alpen gefunden wurde. Die noch rekonstruierbare Kleidung des 45-53-jährigen Mannes, die Gerätschaften aus Holz, Stein und Knochen, der Fellköcher mit Pfeilen, der Bogen sowie ein holzgeschäftetes Kupferbeil lassen einen Hirten oder Bauern aus der späten Jungsteinzeit erkennen. Als Todesursache gelten eine Pfeilwunde und/oder eine Attacke auf den Kopf.

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Ötzi]


In einigen wichtigen Fragen, wie beispielsweise beim Budget, hat dieses Gremium kein Einspruchsrecht, weshalb ihm viele seine Daseinsberechtigung absprechen.

Antwort: Bundesrat

Der Bundesrat ist neben dem Nationalrat die zweite Kammer des österreichischen Parlaments. Seine Aufgabe ist es, die Interessen der Länder bei der Gesetzgebung des Bundes zu vertreten. Die Mitglieder werden von den Landtagen entsprechend dem politischen Kräfteverhältnis nach jeder Landtagswahl für die Dauer ihrer Gesetzgebungsperiode gewählt. Das größte Bundesland (NÖ) entsendet 12 Mitglieder, die anderen Bundesländer je nach Einwohnerzahl entsprechend weniger. Der Bundesrat kann Gesetzesbeschlüsse des Nationalrats beeinspruchen. Dieser Einspruch hat aber in der Regel nur aufschiebende Wirkung, da der Nationalrat einen Beharrungsbeschluss fassen kann. Die vergleichsweise geringe politische Bedeutung des Bundesrats führt zu regelmäßigen Forderungen der Länder nach einer Aufwertung, andere politische Stimmen wiederum fordern seine Abschaffung.

[Vgl. http://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Bundesrat, http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesrat_(Österreich)]


Die 17 Hektar, auf denen der Gebäudekomplex steht, gehören nicht mehr zum österreichischen Staatsgebiet. Die Amtssprachen in diesem kleinen „Staat im Staat“ sind Englisch, Französisch, Chinesisch, Arabisch, Russisch und Spanisch, nicht aber Deutsch!

UNO-City

Antwort: UNO-City

Mit dem 1973-79 nach Plänen von Johann Staber erbauten Vienna International Center (VIC), allgemein als UNO-City bekannt, wurde Wien neben New York und Genf (noch vor Nairobi) zur dritten UNO-Stadt. Für eine symbolische Miete von einem österreichischen Schilling (heute 0,07 Euro) pro Jahr überließ es die österreichische Regierung den Vereinten Nationen und der IAEO. Der Gebäudekomplex verfügt über exterritorialen Status. Er beherbergt etwa 3600 internationale MitarbeiterInnen aus über 100 Ländern und zählt 4500 Büros und 9 Konferenzsäle. Die Bürotürme in Form eines Ypsilons sind zwischen 48 und 120 Meter hoch.

[Vgl. http://www.unvienna.org]


Sein erstes Auto kaufte er sich schon mit 15 Jahren, mit 19 legte er den Grundstein für eine steile Rennfahrerkarriere. Doch damit nicht genug, machte er auch den Flugschein und gründete gar zweimal eine eigene Fluglinie.

Niki Lauda

Antwort: Niki Lauda

Niki (eigentlich Andreas Nikolaus) Lauda feierte in der Formel 1 insgesamt 25 Grand-Prix-Siege und drei Weltmeister-Erfolge (1975, 1977, 1984). 1976 verunglückte er beim Grand Prix von Deutschland auf dem Nürburgring und entkam nur knapp dem Tod: Seine Rivalen zogen ihn aus dem brennenden Ferrari-Wrack. 1985 trat er endgültig vom aktiven Motorsport zurück. Nachdem Lauda aus der von ihm gegründeten „Lauda Air“ ausgeschieden war, rief er 2003 wieder eine eigene Fluglinie ins Leben: NIKI.
Wir danken NIKI für die Unterstützung unserer Olympiade!!

[Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Niki_Lauda]


Früher war es eine der wichtigsten Handelswaren Österreichs, wovon heute noch zahlreiche Städtenamen zeugen. Schiffsleute, die diese Ware am Fluss transportierten, durften nicht schwimmen können, um ein Versinken des Schiffes und seiner Fracht um jeden Preis zu verhindern.

Antwort: Salz

Bis vor hundert Jahren war Salz eines der begehrtesten Güter. Das vermutlich erste Salzbergwerk nahm schon vor rund 3000 Jahren bei Hallstatt im Salzkammergut seinen Betrieb auf. Mühsam wurde das Salz über weite Handelswege, hauptsächlich auf Flüssen, durch ganz Europa transportiert. Die Salzburger Erzbischöfe erwirtschafteten mit dem „weißen Gold“ über die Jahrhunderte mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkünfte, die die Grundlage für den Reichtum der Residenzstadt Salzburg bildeten. Auch andere Städtenamen zeugen von der einstigen Bedeutung des Salzhandels: Das keltische Wort „Hall“ (Salz) steckt u.a. in Hallein, Hallstatt und Bad Hall.

[Vgl. http://www.austria-lexikon.at/af/AEIOU/Salz, http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Salztransport, http://www.br-online.de/kinder/fragen-verstehen/wissen/2005/00916 ]


DAS sind in Österreich für viele die Bretter, die die Welt bedeuten.

Antwort: Schi

Die Wendung „die Bretter, die die Welt bedeuten“ (aus Friedrich Schillers „An die Freude“) steht in Österreich nicht immer nur für die Theaterbühne, sondern auch für Schi oder den Schisport allgemein.

[Vgl. Steinfest H. (2008): Gebrauchsanweisung für Österreich. München: Piper, S. 45]